SEO für kleine Unternehmen:
Groß auf Google
SEO für kleine Unternehmen: Für Läden, Restaurants, Praxen, Kanzleien, Berater und Studios. Also für alle, die kein Marketingteam haben, sondern zwischen zwei Terminen entscheiden müssen, wofür die nächsten 300 Euro draufgehen.
Klein sein ist bei Google kein Nachteil
Bei nationalen Suchbegriffen hättest du gegen große Anbieter keine Chance. Nur suchen deine Kunden gar nicht national. Sie suchen nach einer Leistung in einer Stadt, oft sogar in einem Stadtteil, und dort spielt Budget eine viel kleinere Rolle als Genauigkeit.
Der zweite Vorteil ist unbequem, aber real: Deine Wettbewerber machen es meistens auch nicht. Die typische Website eines kleinen Betriebs hat eine Startseite, eine Leistungsübersicht und ein Impressum. Wer stattdessen jede Leistung ausführlich auf einer eigenen Seite erklärt, steht damit oft schon vor der halben Nachbarschaft.
Was du dafür brauchst, ist keine Marketingabteilung, sondern Klarheit darüber, was du anbietest und für wen. Genau das ist der Teil, den nur du beantworten kannst. Den Rest kann man auslagern.
Der häufigste Fehler
Alles steht auf der Startseite. Leistungen, Preise, Über uns, Kontakt, in einem langen Scroll. Für Besucher ist das noch machbar, für Google ist es eine einzige Seite, die für zehn verschiedene Themen gleichzeitig antreten soll. Sie gewinnt dann für keines davon.
Was stattdessen passiert
Jede Leistung bekommt eine eigene Seite mit eigener Überschrift, eigenem Text und einem eigenen Titel im Suchergebnis. Aus einer Seite, die für alles antritt, werden fünf, die jeweils für eine Sache antreten. Das ist unspektakulär und meistens der größte einzelne Hebel bei kleinen Websites.
Wonach deine Kunden tatsächlich suchen
Je nach Branche entscheiden völlig verschiedene Dinge darüber, ob du gefunden wirst. Bei manchen ist das Google-Profil fast alles, bei anderen zählt nur der Text auf der Website.
Einzelhandel und Fachgeschäfte
Gesucht wird nach Marke plus Ort, oft mit dem Zusatz, ob etwas vorrätig ist. Wer seine Marken und Sortimente als lesbaren Text auf der Website hat statt nur als Logo-Grafik, taucht bei genau diesen Suchen auf. Dazu Öffnungszeiten, die auch an Feiertagen stimmen.
Gastronomie und Cafés
Hier trägt das Google-Profil den größten Teil: aktuelle Fotos, Speisekarte als Text statt als PDF, Antworten auf Bewertungen. Die Website punktet bei dem, was das Profil nicht abbildet, nämlich Reservierung, Catering, Firmenfeiern und größere Gruppen.
Arztpraxen und Therapeuten
Patienten suchen nach Fachrichtung plus Stadtteil und nach einer konkreten Beschwerde. Die wichtigste Angabe auf der Seite ist oft die banalste: ob du gerade neue Patienten aufnimmst. Das beantwortet die eigentliche Frage hinter der Suche.
Kanzleien und Steuerberatung
Nach dem Berufstitel allein zu ranken ist aussichtslos. Was funktioniert, sind einzelne Seiten zu einzelnen Fragestellungen. Wer die Frage beantwortet, mit der jemand gerade dasitzt, wird angerufen, auch wenn die Kanzlei zwei Straßen weiter größer ist.
Berater, Coaches, Trainer
Die schwierigste Gruppe, weil alle dasselbe schreiben und viele Angebote austauschbar klingen. Der Weg nach oben führt über Spezialisierung: eine klar benannte Zielgruppe und ein klar benanntes Problem. Breite Begriffe wie Coaching sind für kleine Anbieter verlorene Mühe.
Studios, Kurse, Freizeit
Stark ortsgebunden und stark über Bewertungen getrieben. Gesucht wird nach Angebot plus Stadtteil, oft zusammen mit Kurszeiten oder Probestunde. Eine Seite je Kursformat schlägt eine gemeinsame Übersicht deutlich.
Was du selbst schaffst und wo sich Hilfe lohnt
Ich verdiene daran, SEO zu übernehmen. Trotzdem ist es unsinnig, dir Dinge zu verkaufen, die du an einem Nachmittag selbst erledigst. Deshalb hier die ehrliche Aufteilung in drei Stufen.
An einem Nachmittag erledigt
Kostet nichts außer Zeit und bringt in vielen Branchen sofort etwas.
Geht selbst, kostet dich aber je einen Abend
Kein Geheimwissen, nur Fleißarbeit. Anleitungen dafür stehen im Blog.
Schritt für Schritt erklärt in meinen SEO-Tipps für Selbstständige.
Dafür holst du dir jemanden
Hier kosten Fehler Monate, bevor du sie überhaupt bemerkst.
Die ersten 90 Tage
Damit du weißt, was wann passiert und wann du mit was rechnen kannst. Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Wer mit Texten anfängt, bevor die Technik stimmt, schreibt für eine Seite, die Google schlecht lesen kann.
Bestandsaufnahme und Zielbegriffe
Ich sehe mir an, wofür du aktuell gefunden wirst und wer stattdessen oben steht. Von dir brauche ich in dieser Phase Antworten: was du genau anbietest, welche Aufträge sich lohnen und welche du lieber nicht hättest. Am Ende steht eine Liste erreichbarer Suchbegriffe, inklusive der Begriffe, die ich für aussichtslos halte.
Technik und Seitenstruktur
Ladezeit, mobile Darstellung, Adressen, Weiterleitungen. Danach wird aus einer Seite, die alles gleichzeitig sein soll, eine Struktur mit einer Seite je Leistung. Parallel wird das Google-Business-Profil vervollständigt und mit der Website abgeglichen. Sichtbar ändert sich in dieser Phase noch wenig.
Inhalte und erste Bewegung
Die neuen Seiten bekommen Text, der die Fragen deiner Kunden beantwortet, und werden sinnvoll untereinander verlinkt. Gegen Ende dieser Phase zeigen sich in der Search Console die ersten Verschiebungen: mehr Einblendungen, neue Suchbegriffe, bei denen du vorher gar nicht vorkamst. Anfragen folgen meist danach.
Nach diesen drei Monaten weißt du, ob sich etwas bewegt, und zwar an Zahlen, nicht an Gefühl. Falls nicht, reden wir darüber, statt einfach weiterzumachen.
SEO gegen Instagram, Flyer und Anzeigen
Bei kleinen Betrieben geht es selten um die Frage, ob SEO gut ist, sondern darum, wofür die begrenzte Zeit und das begrenzte Budget draufgehen. Deshalb der Vergleich, so ehrlich ich ihn hinbekomme.
Instagram und Facebook erreichen Leute, die dich noch nicht suchen. Das ist stark, wenn dein Angebot visuell ist, also bei Gastronomie, Studios, Handel und allem, was man zeigen kann. Der Nachteil ist die Halbwertszeit: Ein Beitrag ist nach zwei Tagen erledigt, und wenn du eine Woche nichts postest, passiert nichts mehr. Es ist ein Kanal, der laufend Aufmerksamkeit kostet.
Flyer und lokale Anzeigen funktionieren immer noch, vor allem bei Neueröffnungen und in Nachbarschaften mit älterer Kundschaft. Nur lässt sich kaum messen, was sie bringen, und sie erreichen Leute unabhängig davon, ob die gerade Bedarf haben. Als einziger Kanal wäre mir das zu ungenau.
Google Ads sind die richtige Wahl, wenn es schnell gehen muss oder wenn du saisonale Spitzen abfangen willst. Den ausführlichen Vergleich mit SEO habe ich auf der SEO-Seite aufgeschrieben.
SEO ist der langsamste dieser Kanäle und der einzige, der sich mit der Zeit aufbaut statt aufzubrauchen. Es erreicht Leute im Moment des Bedarfs, kostet keine Klickgebühr und läuft auch in Wochen weiter, in denen du keine Zeit für Marketing hast. Dafür siehst du in den ersten Monaten wenig. Wer damit nicht umgehen kann, ist mit Anzeigen glücklicher, und das ist keine Schande.
Was das kostet und warum ohne Jahresvertrag
Für einen kleinen Betrieb ist die einmalige Optimierung ab 800 Euro fast immer der richtige Einstieg, nicht die monatliche Betreuung. Danach kann erst einmal etwas passieren, ohne dass jeden Monat Geld abfließt, und du siehst in Ruhe, ob sich etwas bewegt. Die laufende Betreuung ab 300 Euro im Monat lohnt sich später, wenn du mehrere Standorte hast oder regelmäßig neue Inhalte brauchst.
Wichtiger als die Zahl ist für dich vermutlich, dass keine Laufzeit daran hängt. Nach spätestens sechs Monaten steht in der Search Console, ob die Arbeit greift, und diese Daten gehören dir, nicht mir. Falls du wissen willst, wo diese Preise im Markt liegen: die Übersicht steht im Beitrag zu SEO-Kosten.
Handwerksbetrieb?
Dann gelten andere Regeln. Notdienstsuchen, Saisongeschäft, ein Google-Profil mit Leistungsgebiet statt Ladenadresse und Anfragen, die häufig außerhalb der Bürozeiten kommen. Dafür habe ich eine eigene Seite mit den Besonderheiten der einzelnen Gewerke.
Zu SEO für HandwerkerMit wem du es zu tun hast
Ich bin Jeronimo Zielke, seit 2021 selbstständig, und arbeite ausschließlich mit Betrieben, die kein Marketingteam haben. Über 50 Projekte sind seitdem entstanden, meistens für Leute, die die Website zwischen zwei Terminen mit mir durchsprechen.
Das prägt, wie ich arbeite. Ich erkläre, was ich mache, in Worten, die du auch deinem Steuerberater erklären könntest, und ich schicke keine Berichte mit dreißig Kennzahlen. Was zählt, ist die Frage, ob mehr Leute anrufen als vorher.
Und ich sage dir vorher, wenn ich glaube, dass es sich bei dir nicht lohnt. Bei einem sehr kleinen Suchvolumen oder wenn dein Geschäft komplett über Empfehlungen läuft, ist SEO nicht immer der richtige Hebel. Dann verkaufe ich dir lieber nichts, als dich ein halbes Jahr später zu enttäuschen.
Ich erkläre in normaler Sprache, was passiert und warum
Einmalige Optimierung statt monatlicher Verpflichtung
Search Console und Analytics laufen auf deinen Namen
Wenn SEO bei dir nicht der richtige Kanal ist, sage ich das
Häufige Fragen von kleinen Betrieben
Ich habe niemanden, der sich um Marketing kümmert. Wie viel Zeit kostet mich das?
Lohnt sich SEO auch, wenn ich nur eine Handvoll Kunden im Monat brauche?
Ich bin schon auf Instagram aktiv. Reicht das nicht?
Was kann ich selbst machen, ohne jemanden zu bezahlen?
Brauche ich einen Vertrag mit fester Laufzeit?
Meine Website ist von einem Baukasten. Ist das ein Problem?
Dein kleines Unternehmen. Groß auf Google.
Schick mir deine Website und sag mir, welche Kunden du gern öfter hättest. Ich gehe die Seite durch und nenne dir die drei Dinge, die bei dir den größten Unterschied machen würden. Auch wenn du sie am Ende selbst umsetzt.