SEO für Handwerker:
Kunden finden dich zuerst
SEO für Handwerker: Handwerk wird anders gesucht als alles andere. Oft dringend, fast immer im Umkreis, häufig zu Zeiten, in denen niemand im Büro sitzt. Ich baue Websites und Google-Profile so auf, dass genau diese Anfragen bei dir landen und nicht beim Portal.
Google ist die wichtigste Quelle für Handwerker-Anfragen
Das Empfehlungsgeschäft trägt die meisten Handwerksbetriebe, aber es hat eine Lücke: Wer neu zugezogen ist, wer niemanden fragen kann oder wer am Sonntagabend vor einem defekten Heizkessel steht, sucht bei Google. Das sind genau die Anfragen, bei denen es schnell gehen muss und bei denen nicht lange verglichen wird.
Wer in diesem Moment nicht auftaucht, verliert den Auftrag an einen Wettbewerber oder, noch häufiger, an ein Handwerkerportal, das die Anfrage anschließend als Lead weiterverkauft. Für dieselbe Anfrage zahlst du dann Vermittlungsgebühr, obwohl der Kunde in deinem Ort wohnt.
Die gute Nachricht: Die meisten Handwerksbetriebe haben eine Website, die seit Jahren unverändert ist, und ein Google-Profil, das nie ausgefüllt wurde. Wer das sauber angeht, konkurriert in vielen Orten mit erstaunlich wenigen ernsthaften Wettbewerbern.
Suchbegriffe aus deinem Gewerk
Kunden suchen selten nach deinem Berufstitel. Sie suchen nach dem Problem: tropfender Wasserhahn, Heizung wird nicht warm, Dachziegel lose. Diese Begriffe sind der Ansatzpunkt.
Eine Seite je Leistung
Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst sind drei verschiedene Suchanfragen und brauchen drei Seiten. Alles zusammen auf der Startseite rankt für nichts davon richtig.
Google-Profil richtig aufgesetzt
Leistungen einzeln eintragen, echte Projektfotos statt Stockbilder, korrekte Zeiten samt Feiertagen und ein Abgleich mit der Website, damit überall dasselbe steht.
Technik und Erreichbarkeit
Ladezeit auf dem Handy, Telefonnummer als antippbarer Link, Anfrageformular, das auch auf der Baustelle funktioniert. Bei dringenden Suchen entscheidet das über den Anruf.
Jedes Gewerk wird anders gesucht
Das ist der Punkt, an dem die meisten Handwerker-Websites scheitern. Sie schreiben, was der Betrieb anbietet. Gesucht wird aber nach dem Problem, und das klingt in jedem Gewerk anders.
Dachdecker
Zwei völlig verschiedene Anfragetypen: geplante Sanierung mit langem Vorlauf und Sturmschaden, der heute noch dicht sein muss. Die erste Gruppe recherchiert über Wochen und will Referenzen und Materialangaben sehen. Die zweite ruft das erste Ergebnis an. Beide brauchen eine eigene Seite.
Elektriker
Gesucht wird nach Stromausfall, Sicherung fliegt raus, Zählerschrank erneuern, Wallbox installieren. Besonders Wallbox und PV-Anschluss sind Suchbegriffe mit hohem Auftragswert und oft erstaunlich wenig lokaler Konkurrenz, weil kaum jemand eine eigene Seite dafür hat.
Sanitär, Heizung, Klima
Das Gewerk mit den meisten dringenden Suchen überhaupt: Rohrbruch, verstopfter Abfluss, Heizung ausgefallen. Daneben das Planungsgeschäft mit Badsanierung und Heizungstausch. Wer beides bedient, sollte den Notdienst als eigene Seite mit Telefonnummer ganz oben führen.
Maler und Lackierer
Hier entscheiden Bilder. Suchanfragen drehen sich um Fassade streichen, Tapezieren, Schimmel im Schlafzimmer und Bodenbeschichtung. Eine Referenzgalerie mit Beschreibung statt nur Fotos bringt deutlich mehr, weil Google Text lesen kann und Bilder nur eingeschränkt.
Tischler und Schreiner
Der Suchbegriff ist fast immer das Möbelstück oder der Einbau, nicht das Handwerk: Einbauschrank nach Maß, Küche vom Schreiner, Innentüren austauschen. Wer nach Werkstücken statt nach Berufsbezeichnung gliedert, trifft die tatsächlichen Suchanfragen.
Garten- und Landschaftsbau
Stark saisonal und stark bildgetrieben. Gesucht wird nach Terrasse anlegen, Pflasterarbeiten, Hecke schneiden und Gartenpflege im Abo. Die Nachfrage zieht ab Februar an, deshalb muss der Inhalt im Herbst davor stehen, nicht im Frühjahr.
Warum Position eins im Notdienst mehr wert ist als überall sonst
Bei den meisten Suchanfragen vergleichen Leute. Sie öffnen drei Tabs, schauen sich Preise an, holen Angebote ein. Bei einem Wasserschaden passiert das nicht. Da wird das erste Ergebnis angerufen, und wenn dort jemand rangeht, ist der Auftrag vergeben. Position zwei bekommt den Anruf nur, wenn Position eins nicht abnimmt.
Das verändert, worauf es ankommt. Dringende Suchen laufen fast vollständig über die Kartenergebnisse, nicht über die klassischen blauen Links. Entscheidend sind deshalb dein Google-Business-Profil, die hinterlegten Öffnungszeiten samt Notdienstzeiten, die Entfernung zum Suchenden und deine Bewertungen. Der Text auf der Website spielt in diesem Moment eine Nebenrolle.
Trotzdem braucht es die Seite. Sie muss auf dem Handy in unter zwei Sekunden stehen, die Telefonnummer als antippbaren Link ganz oben haben und in einem Satz sagen, in welchem Gebiet du wann erreichbar bist. Alles andere kann darunter stehen. Wer in dieser Situation erst ein Kontaktformular ausfüllen soll, ruft woanders an.
Ein ehrlicher Hinweis
Notdienst-Rankings sind nur dann etwas wert, wenn tatsächlich jemand abnimmt. Wenn du abends und am Wochenende nicht erreichbar bist, solltest du auch keine Notdienstzeiten hinterlegen. Anrufe, die ins Leere laufen, führen zu schlechten Bewertungen, und die kosten dich anschließend auch die normalen Anfragen.
Der Inhalt muss stehen, bevor die Saison anfängt
Handwerk ist saisonal, SEO ist träge. Wenn du eine Seite zum Heizungstausch im Oktober veröffentlichst, kommt sie zur Heizsaison zu spät, weil sie erst Monate braucht, um sich einzusortieren. Deshalb arbeiten wir antizyklisch: Inhalte entstehen ein bis zwei Quartale vor der Nachfrage.
Frühjahr
Nachfrage: Garten, Terrasse, Fassade, Dach nach dem Winter.
Diese Inhalte gehören in den Herbst davor.
Sommer
Nachfrage: Klima, Außenanlagen, Umbauten in den Ferien.
Vorbereitung ab dem Frühjahr.
Herbst
Nachfrage: Heizungswartung, Dachcheck, Fenster und Dämmung.
Vorbereitung im Frühsommer.
Winter
Nachfrage: Notdienst, Rohrbruch, Heizungsausfall, Innenausbau.
Vorbereitung im Spätsommer.
Der Nebeneffekt: In den ruhigen Monaten hast du Zeit, Fotos von abgeschlossenen Projekten zu sortieren und mir zu schicken. Genau daraus entstehen die Referenzseiten, die im Folgejahr Anfragen bringen.
Das Profil, das die meisten Betriebe halb ausgefüllt lassen
Bei lokalen Suchanfragen steht der Kartenbereich über allen anderen Ergebnissen. Wer dort nicht auftaucht, wird von vielen Suchenden nie gesehen, egal wie gut seine Website ist. Der Zugang dorthin läuft ausschließlich über das Google-Business-Profil, und das ist bei den meisten Handwerksbetrieben zu einem Drittel ausgefüllt.
Der wichtigste Punkt für Betriebe ohne Kundenverkehr ist die Einstellung als Dienstleistungsgebiet, damit du in der ganzen Region erscheinst und nicht nur im Umkreis deines Betriebshofs. Dazu kommen die Leistungen als einzelne Einträge, Fotos von echten Projekten statt Stockbildern, korrekte Zeiten samt Feiertagsregelung und die Verknüpfung mit der Website. Wie du das Schritt für Schritt einrichtest, steht in meiner Anleitung zum Google-Profil für Handwerker.
Bewertungen, ohne dass es aufdringlich wird
Fünfzehn Bewertungen aus dem letzten Jahr wirken stärker als sechzig aus 2020. Google und Interessenten achten beide auf Aktualität.
Direkt nach Abschluss, wenn der Kunde zufrieden vor dem fertigen Ergebnis steht. Eine Woche später antwortet kaum noch jemand.
QR-Code auf der Rechnung oder ein Link per Nachricht. Wer erst suchen muss, wo er bewerten kann, tut es nicht.
Sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Die Antwort ist nicht für den verärgerten Kunden, sondern für die nächsten zwanzig Leute, die mitlesen.
Ab wann sich das für deinen Betrieb trägt
Handwerk hat gegenüber fast allen anderen Branchen einen Vorteil beim SEO: den Auftragswert. Eine Badsanierung, ein Heizungstausch oder eine Dachsanierung bewegen sich im vierstelligen Bereich, teils darüber. Bei einer laufenden Betreuung ab etwa 300 Euro im Monat reicht rechnerisch oft schon ein zusätzlicher Auftrag im Jahr, damit die Sache aufgeht.
Anders sieht es aus, wenn dein Geschäft aus vielen kleinen Reparaturaufträgen besteht. Dann brauchst du entsprechend mehr Anfragen, und die eigentliche Frage ist, ob du sie überhaupt abarbeiten könntest. In dem Fall lohnt sich SEO trotzdem, aber mit einem anderen Ziel: nicht mehr Anfragen, sondern gezielt die Anfragen für die Leistungen, an denen du wirklich verdienst.
Und es gibt den Fall, in dem ich abrate. Wenn deine Auftragsbücher dauerhaft voll sind, du keine Leute findest und ohnehin absagen musst, bringt dir zusätzliche Sichtbarkeit wenig. Dann ist eine saubere Website als Visitenkarte sinnvoll, laufende SEO-Betreuung aber nicht. Das sage ich dir im Erstgespräch, bevor du Geld ausgibst.
Kein Handwerksbetrieb?
Diese Seite ist bewusst auf Gewerke zugeschnitten. Wenn du ein Ladengeschäft, ein Restaurant, eine Praxis, eine Kanzlei oder ein Beratungsangebot führst, gelten andere Regeln: andere Suchbegriffe, ein anderer Entscheidungsweg und ein anderes Verhältnis zwischen Website und Google-Profil.
Zu SEO für kleine UnternehmenWer das für dich macht
Ich bin Jeronimo Zielke, seit 2021 selbstständig, und ein großer Teil meiner Kunden kommt aus dem Handwerk. Das hat einen einfachen Grund: Bei einem Betrieb mit vierstelligen Auftragswerten sieht man am schnellsten, ob die Arbeit etwas gebracht hat.
Ich komme selbst nicht aus dem Handwerk und tue auch nicht so. Was ich kann, ist herausfinden, wonach deine Kunden tatsächlich suchen, und die Website so aufbauen, dass sie bei diesen Suchen erscheint. Was auf der Baustelle passiert, weißt du besser als ich.
Deshalb fange ich immer mit Fragen an. Welche Aufträge willst du mehr, welche eigentlich gar nicht, wie weit fährst du, und bist du abends erreichbar. Aus den Antworten wird die Struktur der Seite. Ohne diese Fragen kommt eine Website heraus, die zwar rankt, aber die falschen Anfragen bringt.
Ein Großteil der über 50 Projekte seit 2021 waren Gewerke
Wenn deine Bücher voll sind, rate ich dir ab
Anfragen kommen direkt zu dir, nicht über ein Portal
Du rufst an und ich gehe ran, kein Ticketsystem
Häufige Fragen von Handwerksbetrieben
Wie viele Aufträge muss SEO bringen, damit es sich lohnt?
Ich habe schon genug Arbeit. Brauche ich trotzdem SEO?
Mein Betrieb hat keine Ladenadresse, ich fahre zu den Kunden. Geht das?
Wie wichtig sind Bewertungen für einen Handwerksbetrieb?
Bringt SEO auch etwas für Notdienste?
Muss ich für jede Stadt eine eigene Seite haben?
Wo dein Betrieb sitzt, macht einen Unterschied
Wettbewerbslage, Einzugsgebiet und Suchverhalten unterscheiden sich je nach Stadt. Auf den Stadtseiten steht, worauf es vor Ort ankommt.
Wie lokales SEO Schritt für Schritt funktioniert, steht in der Anleitung zu lokalem SEO. Wenn dich neben Google auch die anderen Kanäle interessieren, schau dir Online Marketing für Handwerker an.
Sichtbar sein, wenn jemand dein Gewerk braucht
Sag mir, welches Gewerk du hast und in welchen Orten du arbeitest. Ich schaue nach, wer dort aktuell gefunden wird, und sage dir, welche Suchbegriffe für dich realistisch drin sind. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass sich SEO bei dir gerade nicht lohnt.