Viele Handwerker haben genug Aufträge, bis sie es nicht mehr haben. Referenzen versiegen, der Stammkunde baut nicht mehr, und plötzlich ist die Auftragslage dünn. Mit den richtigen Strategien sorgst du für einen konstanten Strom neuer Anfragen, unabhängig von der Konjunktur.
Die ersten drei Punkte drehen sich um Google, danach geht es um die Kanäle, die daneben laufen. Wenn dich vor allem der Google-Teil interessiert, findest du die ausführliche Version auf meiner Seite zu SEO für Handwerker. Einen Überblick über alle Kanäle zusammen gibt die Seite zu Online Marketing für Handwerker.
1. Google Business Profil optimal nutzen
Das Google Business Profil ist für lokale Handwerker das mächtigste kostenlose Marketing-Tool. Wer im Kartenbereich erscheint, gewinnt Kunden, die aktiv suchen. Die Stellschrauben sind vollständige Daten, aktuelle Fotos und neue Bewertungen. Schritt für Schritt steht das in der Google-Business-Anleitung für Handwerker.
2. Website, die bei Google rankt
Eine Visitenkarten-Website reicht nicht. Jede Leistung braucht eine eigene Seite, jede Stadt im Einzugsgebiet eine eigene URL. Wie das für die einzelnen Gewerke aussieht, steht auf der Seite zu SEO für Handwerker, den technischen Unterbau erklärt der Leitfaden zur Handwerker-Website.
3. Systematisch Bewertungen sammeln
Bewertungen sind digitale Mundpropaganda. Entscheidend ist weniger die Gesamtzahl als die Regelmäßigkeit: Wer im letzten Jahr fünfzehn Bewertungen bekommen hat, wirkt aktiver als jemand mit sechzig aus 2020.
4. Bewerbung auf Handwerkerportalen
MyHammer, Blauarbeit und ähnliche Portale bringen qualifizierte Anfragen, kosten dich aber Provision pro Auftrag und drücken über den direkten Angebotsvergleich den Preis. Rechne einmal durch, was dich ein Auftrag über das Portal netto bringt und was dieselbe Anfrage wert wäre, wenn sie direkt über deine Website gekommen wäre.
Nutz die Portale als Ergänzung, nicht als Hauptkanal. Wer ausschließlich darauf setzt, hat kein eigenes Standbein und merkt das in dem Moment, in dem das Portal seine Gebühren erhöht oder den Algorithmus ändert.
5. Lokale Kooperationen
Elektriker und Sanitärbetrieb empfehlen sich gegenseitig. Makler empfehlen Handwerker beim Wohnungsverkauf. Baumarkt-Mitarbeiter kennen Kunden mit konkretem Bedarf. Aktive Netzwerkarbeit im lokalen Umfeld bringt qualitativ hochwertige Empfehlungen.
6. Instagram und Facebook für lokale Sichtbarkeit
Vorher-Nachher-Fotos von Projekten performen auf Instagram und in lokalen Facebook-Gruppen sehr gut. Das kostet vor allem Zeit, kaum Geld, und baut langfristig lokale Markenbekanntheit auf.
Tipp: Immer den Stadtnamen im Post-Text erwähnen (nicht nur im Hashtag), das hilft bei der lokalen Auffindbarkeit.
7. Reaktivierung alter Kunden
Der günstigste neue Auftrag kommt von einem alten Kunden. Ein einfaches "Wir sind gerade in deiner Gegend, hast du aktuell irgendwelche Projekte oder Reparaturwünsche?" per SMS oder E-Mail reaktiviert Kunden, die schon positive Erfahrungen gemacht haben.
8. Saisonale Aktionen gezielt kommunizieren
Saisonale Auslöser helfen, Anfragen gleichmäßiger zu verteilen und die Auslastung in schwachen Perioden zu füllen. Für Aktionen, Newsletter und Social Media reicht ein Vorlauf von zwei bis drei Wochen. Beim Suchmaschinen-Teil ist das anders, dort brauchst du ein bis zwei Quartale Vorlauf, weil eine neue Seite Zeit braucht, bis sie rankt. Der Saisonkalender für SEO steht auf der Handwerker-Seite.
Fazit
Portale, Kooperationen, Reaktivierung und Social Media wirken schnell, kosten dich aber jedes Mal wieder Zeit oder Provision. Die Kombination aus einer bei Google sichtbaren Website und einem gepflegten Google-Business-Profil ist langsamer im Aufbau und läuft danach weiter, auch in Wochen, in denen du nichts dafür tust.
Wenn du beim Google-Teil ansetzen willst, findest du die Details unter SEO für Handwerker. Oder buch direkt ein kostenloses Erstgespräch.